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01 Juli 2007 @ 23:49
Feel good?  
Titel: Feel good?
Teile: 1/1
Genre: Slash, Kurzgeschichte
Fandom: The Rasmus
Warnungen: drug abuse
Rating: 14
Sonstiges: Eine Geschichte ohne Lösung, ohne Höhepunkt... ich liebe dieses Unkonventionelle XD



Grotesk grinsend saß ich auf dem Bett und streichelte mit meiner linken Hand den Bettbezug, genoss das Gefühl des Stoffes unter meinen Fingern.
So wunderbar.
Weich.
Ich liebe es.
Weil es sich gut anfühlt.
Und das soll doch so sein, nicht wahr?

Alles soll gut sein, ich soll mich gut fühlen und zufrieden sein. Und ich bin verdammt zufrieden hier auf diesem Doppelbett mit der blutroten Satinbettwäsche und den zerdrückten Mücken an der Wand gegenüber.
Der Anblick ihrer zerfetzten Flügel beruhigt mich, lässt mich nur noch glücklicher grinsen.

Wenn nur...
Ich sehe auf, die Tür öffnet sich mit einem wohltuenden Knarren und du trittst ein, versuchend, meine Grimasse mit deinem Gesichtsausdruck zu übertreffen. Deine Augen sind glasig, du bleibst im Türrahmen stehen und brauchst einige Sekunden, um mich zu registrieren.
Dein Mund öffnet sich und entblößt eine Reihe gelbweißer Zähne, die vermutlich monatelang keinen Zahnarzt gesehen haben. Aber wer braucht schon Zahnärzte? Höchstens Leute mit zuviel Zeit.
„Da bist du“, sage ich und stocke zugleich. Meine Stimme erscheint so fremd, so weit von mir entfernt, doch du bemerkst es nicht.
„Sicher“, erwiderst du und lässt dich einfach aufs Bett fallen. Spürst du, wie weich die Matratze ist?

„Hab dich vermisst“, die ganzen Sätze habe ich vor Wochen am Empfang abgegeben.
„Mich oder das hier?“, mühsam drehst du deinen Kopf in meine Richtung und hältst mir etwas vor die Nase. Und dieses Etwas hebt meine Laune gleich noch mehr, sofern das überhaupt noch möglich ist.
„Euch beide.“
Du lachst, es ist ein dreckiges Lachen, so wie ich es liebe.
„Na dann“, flüsterst du und ein kurzer Schmerz durchzuckt mich, bevor ich mich wieder entspanne.

Dich, der Saft, der durch meine Venen fließt, ich liebe euch beide. Noch mehr als die Sozialhilfe vom letzten Monat.
Ein irres Kichern ergreift Besitz von mir und ich ziehe dich mit mir, lache, bis ich nur noch nach Luft schnappe und mich beruhigt habe.

„Und jetzt?“, du hebst die rechte Augenbraue. Oder doch beide?
„Jetzt lernst du fliegen“, antworte ich und du lachst laut, der Ton schmerzt etwas in meinen Ohren.
„Das kann ich doch schon längst“, erklärst du beinahe beleidigt, stehst auf, breitest die Arme aus und springst vom Bett.
Ich klatsche in die Hände.